Situationen
Jede Seite beginnt mit einem Satz, den Praktikerinnen selbst sagen, und endet mit dem nächsten Handgriff im Dienst.
Acht der 32 Situationen lesen Sie hier frei. Das ganze Praxisheft erhalten Sie mit einem Auftrag.
Die Situationen auf dieser Webseite sind eine Auswahl. In Beratung, Workshops und Qualifizierung arbeiten wir mit weiteren Situationen. In den Workshops entwickeln wir sie mit den Teilnehmenden weiter.

Pflege
Vor der Ankunft
- „Die Neue kommt in drei Wochen.“im PraxisheftFachkräfte · Abläufe und Zuständigkeiten
Ankommen
Was die Fachkraft beschäftigt: Abläufe, Übergaben, Team, erste Wohnung
Was der Betrieb leisten muss: Einarbeitung mit Gesprächen, die im Plan stehen, klare Zuständigkeit
- frei zu lesen„Das Erstgespräch haben wir geführt.“Auszubildende · Abläufe und Zuständigkeiten
- frei zu lesen„Das habe ich ihr doch gezeigt.“Auszubildende · Verständigung
- frei zu lesen„Sie fragt nie nach.“Fachkräfte · Verständigung
- „Bei uns muss man sich reinfinden.“im PraxisheftFachkräfte · Abläufe und Zuständigkeiten
- „Ihr Deutsch reicht nicht.“im PraxisheftFachkräfte · Verständigung
- „Sie ist ja noch nicht anerkannt.“im PraxisheftFachkräfte im Anerkennungsverfahren · Blick auf Integration
Wurzeln schlagen
Was die Fachkraft beschäftigt: Anerkennung, Aufenthalt, Familie, Fachsprache im Alltag
Was der Betrieb leisten muss: Zuständigkeit für Fragen über den Dienst hinaus regeln, faire Beurteilung
- frei zu lesen„Das hat sie nicht so gemeint.“Fachkräfte und Auszubildende · Abläufe und Zuständigkeiten
- frei zu lesen„Fachlich gut, sprachlich schwach.“Auszubildende · Führung
- frei zu lesen„Sie ist noch nicht so weit.“Auszubildende · Führung
- „Dafür ist gerade keine Zeit.“im PraxisheftFachkräfte · Führung
- „Die sind halt so.“im PraxisheftAuszubildende und Fachkräfte · Blick auf Integration
- „Sie hat sich gut eingefügt.“im PraxisheftFachkräfte · Blick auf Integration
- „Sie muss schneller werden.“im PraxisheftFachkräfte · Führung
- „Wir tun doch so viel.“im PraxisheftFachkräfte · Abläufe und Zuständigkeiten
Wachsen
Was die Fachkraft beschäftigt: Entwicklung, Weiterbildung, mehr Verantwortung
Was der Betrieb leisten muss: Perspektiven eröffnen, Rollen öffnen, Führung einbinden
- „Jetzt ist sie ja fertig.“im PraxisheftAuszubildende im Übergang zur Fachkraft · Führung
- „Sie will sich weiterentwickeln.“im PraxisheftFachkräfte · Blick auf Integration
Weitergeben
Was die Fachkraft beschäftigt: Selbst Neue begleiten, Praxisanleitung werden
Was der Betrieb leisten muss: Erfahrung nutzen, aus jeder Einarbeitung lernen
- „Das kann sie doch den Neuen zeigen.“im PraxisheftFachkräfte · Führung
Die Zeitangaben sind Erfahrungswerte aus der Beratung, keine Forschungsergebnisse.
Therapiepraxis
Vor der Ankunft
- „Ich suche seit einem Jahr und finde niemanden.“im PraxisheftFachkräfte im Anerkennungsverfahren · Abläufe und Zuständigkeiten
Ankommen
Was die Fachkraft beschäftigt: Abläufe, Übergaben, Team, erste Wohnung
Was der Betrieb leisten muss: Einarbeitung mit Gesprächen, die im Plan stehen, klare Zuständigkeit
- frei zu lesen„Fachlich war sie gut, aber sie hat nicht in unsere Praxis gepasst.“Fachkräfte · Abläufe und Zuständigkeiten
- frei zu lesen„Mit den Patienten geht es, aber das Rezept muss ich jedes Mal nachprüfen.“Fachkräfte · Abläufe und Zuständigkeiten
- „Das steht doch alles in der Akte.“im PraxisheftFachkräfte · Verständigung
- „Die Arztpraxis rufe lieber ich an.“im PraxisheftFachkräfte · Verständigung
- „Die erste Woche ist sie bei mir mitgelaufen.“im PraxisheftFachkräfte · Abläufe und Zuständigkeiten
- „Wir haben ihr doch alles gezeigt.“im PraxisheftFachkräfte · Abläufe und Zuständigkeiten
Wurzeln schlagen
Was die Fachkraft beschäftigt: Anerkennung, Aufenthalt, Familie, Fachsprache im Alltag
Was der Betrieb leisten muss: Zuständigkeit für Fragen über den Dienst hinaus regeln, faire Beurteilung
- „Aus ihrer Dokumentation werde ich nicht schlau.“im PraxisheftFachkräfte · Verständigung
- „Den Empfang machen wir für sie mit.“im PraxisheftFachkräfte · Abläufe und Zuständigkeiten
- „Der Patient möchte lieber wieder zur alten Kollegin.“im PraxisheftFachkräfte · Abläufe und Zuständigkeiten
- „Ich behandle selbst acht Stunden. Wann soll ich das noch machen?“im PraxisheftFachkräfte · Führung
- „Sie braucht für jeden Patienten zu lange.“im PraxisheftFachkräfte · Führung
- „Sie hat studiert, aber Lymphdrainage darf sie bei uns nicht machen.“im PraxisheftFachkräfte · Blick auf Integration
- „Sie macht ihre Patienten und geht. Läuft.“im PraxisheftFachkräfte · Blick auf Integration
„Sie fragt nie nach.“
Frühdienst, 6:45 Uhr, Übergabe. Eine fachlich gute Pflegefachfrau mit anerkanntem Sprachnachweis hört zu und sagt nichts. Die Übergabe ist schnell, voller Abkürzungen und Verweise auf Dinge, die alle kennen.
Jede Situation steht auf einer Doppelseite in fester Ordnung. Wer eine Seite kennt, findet sich auf allen zurecht.
- Die Situation: was geschieht
- Was dahinter liegt: Person, Team, Arbeit, Rahmen; die Stellschraube
- Die zweite Sicht: wie die neue Kollegin es erlebt
- Vorbereiten: was der Betrieb vorher regelt, mit Werkzeug
- Begleiten: was Sie im Moment tun, und ein Satz, den Sie sagen
- Reflektieren: eine Frage für das Nachgespräch; woran Sie nach 4 und 12 Wochen merken, dass es trägt
Integration endet nicht mit der Einarbeitung
Ankommen dauert Wochen. Wurzeln schlagen dauert Jahre. Ein Garten ist nie fertig, und Integration im Betrieb ist es auch nicht: Sie läuft weiter, solange Menschen bleiben, wachsen und neue dazukommen.
- Vor der Ankunft
- Monat 1 bis 3Ankommen
- bis Ende Jahr 2Wurzeln schlagen
- Jahr 2 bis 3Wachsen
- ab Jahr 3Weitergeben